Bodenfreiheit Elektromobile, der große Vorteil? Worauf es wirklich ankommt

Vor Ihrer Haustür kennen Sie jeden Stein, rollen über kleine Schwellen, Gullis und Bürgersteige. Ja, die meisten von uns fahren die Woche über stets die selben Orte an. Je größer die Bodenfreiheit, desto geringer Einschränkungen im Alltagsgebrauch sowie Schäden am Elektromobil durch Überfahren von Unebenheiten. Aber Bordsteine überfahren? Oder mit dem Elektromobil ins Gelände?

Bodenfreiheit - was ist das eigentlich?

Bodenfreiheit bezeichnet den Abstand zwischen Fahrzeug und Boden, beim Pkw am tiefsten festen Punkt der Karosserie. Eine rechtsverbindliche Mindesthöhe von Bodenfreiheit gibt es in Deutschland nicht. Aber: § 30 Abs. 1 und 1 StVZO schränken zulässige Bodenfreiheit trotzdem dahingehend ein, dass der Betrieb eines Fahrzeuges niemanden schädigen, gefährden und belästigen darf. Verlangt ist zudem eine straßenschonende Bauweise. Bei tiefergelegten Autos nicht immer gegeben: Nur wer Hindernisse von empfohlenen 110 mm berührungsfrei überfahren kann, bekommt die TÜV-Plakette. Hochwertige Elektromobile sind bereits werkseitig so ausgerüstet, dass sie deutschen Vorschriften genügen.

Bei ausreichender Bodenfreiheit Bordsteine überwinden?

Einige Fahrzeuge verfügen über extrahohe Bodenfreiheit, so dass ihre Anbieter mit dem Versprechen werben, dass diese Elektromobile jeden Bordstein mühelos überwinden. Mit Vorsicht zu genießen, denn prinzipiell ist ein normales Elektromobil nicht dazu gemacht, Bordsteine zu überfahren. Nicht allein, dass seine Räder meist zu klein dazu sind: Senioren Elektromobile haben hinten auch immer einen Kippschutz, der kurz über dem Boden liegt - besonders zu beachten bei stufigem Gelände, Rampen und Hebebühnen. Bodenfreiheit ist also stets ohne Kippschutz zu verstehen! Je größer also Räder und Bodenfreiheit, desto höhere Hindernisse überwindet Ihr Elektromobil, aber verzeiht ungebremstes Fahren gegen Stufen und Bordsteinkanten nicht.

So überfahren Sie Hindernisse richtig

Mit dem Elektromobil über Huckel und Unebenheiten fahren, ohne festzustecken? Wenn schon, bedenken Sie mögliche Kippgefahr - und fahren Sie Hindernisse nie schräg an. Vorher stellen Sie die Rückenlehne am besten senkrecht. Jetzt nehmen Sie die Schwelle rechtwinklig und langsam in Angriff, ohne während des Überfahrens zu lenken. Kurz bevor Ihr Senioren Elektromobil mit den Vorderrädern das Hindernis berührt, erhöhen Sie das Tempo - und geben erst dann wieder Gas, wenn auch die Hinterräder das Hindernis passiert haben. Ebenso vorsichtig nähern Sie sich Abhängen und Böschungen, die Füße immer sicher auf dem Fahrzeug. Schienen oder Spurrillen sollten Sie besser umfahren. Und - gute Bodenfreiheit und große Räder hin oder her: Wirklich schonend überwinden Sie größere Hindernisse nur mittels Auffahrrampe. Leistungsstarke Tourenfahrzeuge, die auf vier Luftreifen oder pannenfesten Vollgummi-Pneus auf vielen Terrains und schlecht(er) befestigten Straßen unterwegs sind, bieten dabei den ruhigsten Fahrkomfort und angenehmsten Fahrspaß. Vorder- und Hinterachse sind hier exzellent gefedert. Elektromobile, die ein ergonomisch unterstützender Kapitänssitz in souveräner Sitzhöhe krönt, der Ihre Körperkonturen perfekt einbettet und Stöße abfedert - bei 15 cm Bodenfreiheit und mehr.

Spezial Elektromobile & Outdoor-Kraftpakete

Ja, es gibt sie - spezielle Seniorenmobile, z. B. mit Allrad- oder Hinterradantrieb, für ausgedehnte Außeneinsätze. Bei guten 18 cm Bodenfreiheit meistern solche zähen Elektromobile auf extragroßen, breiten Profilreifen Berg, Tal und Gelände. Spritzschutzbleche über den Hinterrädern schirmen aufwirbelnden Schmutz ab. Ganz gleich, wie holprig der Weg, diese vollgefederten Schwerlastscooter nehmen die Herausforderung an - und bieten auch korpulenteren Fahren rahmenverstärkten Fahrspaß und viel Platz, bis zum Fußraum. Kurvenfahrt? Hier wird das Tempo automatisch reguliert, für ein Plus an Sicherheit. Zugegeben - schnell sind diese Elektromobile oft nicht, aber dafür geländegängig, motorenstark, belastbar und klimafest. Sie sind gern in Wald und Feld unterwegs oder freuen sich auf Touren in hügeliger Landschaft? Spezialfahrzeuge haben die nötigen Offroad-Eigenschaften dazu - aber tiefe Schlaglöcher schätzen auch sie nicht. Genauso hohes Gras, da leidet die Magnetbremse, dazu gleich mehr.

Senioren Elektromobile im Gelände?

Alle anderen taugen nicht zum Partner für holprige Abenteuer im Freien über Stock und Stein, rasante Fahrten durch Pfützen und Matsch. Kaum versucht, schon sitzt man hinten am Deck mit der Karosserie fest. Elektromobile sind nicht für das Gelände gemacht, aus mehreren Gründen: Zum einen, weil unsachgemäßer Betrieb die Kontakte zwischen elektrischen Bauteilen stören sowie Federung und Karosserie beschädigen kann. Zum anderen, weil die sensible Magnetbremse dabei verdreckt und die gewünschte Bremswirkung vermissen lässt, großzügige Elektromobil Bodenfreiheit ungeachtet. Normale Senioren Scooter bieten Ihnen den Komfort leistungsstarker Technik - konstruiert für das Fahren auf normalen Wegen und Straßen, aber nicht für Waldwege und hohe Wiesenböschungen. Straße mit Gefälle herunterfahren? Gehen Sie es langsam an, denn wird Ihr Fahrzeug dabei schneller als zugelassen, ist auch seine Bremse dafür nicht ausgelegt - und kann Schaden nehmen. Nur Elektromobile mit funktionstüchtiger, weil sauberer, intakter Magnetbremse behaupten sich sicher im Straßenverkehr. Dabei hat die manuell-mechanische Handbremse von 15 km/h Fabrikaten nur unterstützende Wirkung. Gut gepflegt, begeistern praktisch verschleißfreie Magnetbremsen lange mit starker Leistung. Probleme mit den Bremsen? Sorgfältige Fahrweise und fachmännischer Service-Check sichern Leistung und Lebensdauer, bevor es soweit kommt.

Wie funktioniert eine Magnetbremse ? Magbetbremse - Funktion

Straßen, Wege, Untergrund: Wo werden Sie fahren?

Ihr Elektromobil ist Ihr Ticket zu neuer Mobilität und Selbstständigkeit. Lebensqualität, an die man sich gewöhnen kann! Und Elektromobil fahren - auch auf etwas unwegsamerer Strecke - bei Beachtung weniger Regeln kinderleicht. Gute Bodenfreiheit bereitet den Weg für Fahrkomfort, unterstützt durch die richtigen Reifen und Profile, je nachdem, was Sie vorhaben. Sie fahren vermehrt auf Bürgersteigen und glatten Oberflächen wie im Shopping-Center? Ein leichtgewichtig-eleganter E-Scooter mit mäßiger Bodenfreiheit rollt hier perfekt entlang. Waldweg und Parkrasen? Deplatziert wie Ballerinas auf dem Bolzplatz - und genauso unbehaglich. Aber welcher auch Ihr Favorit ist: Üben Sie den Umgang damit ausgiebig auf überschaubarem Gelände, von Beschleunigen bis Bremsen, Geradeausfahrt bis Kurvenfahrt. Was er kann? Alles, was Menschen mit Gehbehinderung brauchen, um längere Strecken und kleinere Hindernisse zu meistern.

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