Elektromobil Entwicklung: Treppen steigen, outdoors cruisen, überall sein!

 

Vom Garagenprojekt zur milliardenschweren Industrie, von der zweckentfremdeten Schubkarre als erstem Rollstuhl zu Hilfsmitteln, die Treppen steigen oder die schottischen Highlands unsicher machen: Mit steigender Lebenserwartung und wachsendem Bewusstsein für die Mobilitätsbedürfnisse Älterer und Behinderter expandiert der Markt, um jedes Jahr mit innovativen Hilfsmittelideen zu überraschen.

Altenpflege 2018: Auf zur StartUp Challenge!

Kommt der Prophet nicht zum Berg, rollt der Berg zum Propheten! Will sagen: Statt auf Barrierefreiheit zu warten, nehmen Innovationen 2018 lästige Hürden einfach in Eigenregie: B-Free Ranger, der allererste Elektrorollstuhl, der Treppen steigt, nimmt die Herausforderung an, Gehbehinderte in der gesamten Stadt mobil zu machen. Und misst sich mit anderen Innovationen bei der StartUp-Challenge auf der Altenpflege 2018 vom 6. bis 8. März in Hannover, Halle 21. Beim Thema Rollstuhl außerdem mit im Rennen: Desino, Produkt einer Initiative von Vincentz Network, Heckmann und Institut für Universal Design, das Rollstuhlfahrer bewegen will, nicht nur im Therapierahmen, sondern im Alltag. Weil Normalos sich die Beine vertreten können, Rollifahrer dagegen nicht, befördern die neuartigen Rollstühle dynamisches Sitzen. Auf der Altenpflege Sonderschau Aveneo buhlen die Nominierten um die Stimmen der Besucher und einer Expertenjury aus Pflegewirtschaft und Technologie (http://altenpflege-messe.de/ap_messe_startup_chllng_2018_de).

Ein Rollstuhl, der Treppen steigt?

B-Free Ranger, ein Projekt von B-Free Technology Ltd. und der Wiener Help-24 GmbH (www.help-24.at) rechnet sich hier gute Chancen aus. Bereits reif für den Markt, ist der E-Rollstuhl ab sofort in Deutschland, Österreich und Schweiz bei ausgewählten Sanitätshäusern zu haben - bereit, auf der Messe zur Probefahrt zu starten. Help-24 GmbH Chef Christian Wegschneider sieht den B-Free Ranger als "einen Meilenstein in der Mobilität bewegungseingeschränkter Menschen und Senioren". Was kann er? Zum Beispiel bei einfacher Bedienung autonom und sicher fahren. Oder bis zu 35 Grad Steigung bzw. Gefälle meistern. Doch wie geht das genau? Ob rauf oder runter, dieser E-Rollstuhl erkennt automatisch die Neigung - sein Sitz stellt sich waagerecht. Dabei kein bloßes Indoorwunder, bietet die Innovation neben einem Stair Mode fürs Treppensteigen noch drei weitere Fahrprogramme - wie Step Mode für reibungsloses Überfahren von Bordsteinkanten und SUV Mode für Fahrten in der Natur, ergänzt durch einen Surf Mode für ebenen Untergrund. 

Elektromobile: Ausflug in die Geschichte

Ob E-Rollstuhl oder E-Scooter - beide sind Elektromobile und motorisierte Krankenfahrstühle. Schon 1888 tauchte ein batteriebetriebenes Gefährt namens Flocken Elektrowagen - leider nur kurzfristig - im Nahverkehr auf. Erst 1954 pries Sears einen E-Rollstuhl an, der viel von einem E-Scooter hatte - mit großem Sitz, Batterie und drei Rädern, aber ohne kommerziellen Erfolg. Also wurde das erste ernstzunehmende Elektromobil  von einem Klempner aus Bridgeport, Michigan gebaut: 1968 machte sich Alan R. Thieme daran, einen an MS erkrankten Verwandten zu unterstützen. Herauskam Amigo, der freundliche Rollstuhl - klein, gelb und mit Vorderradantrieb. Amigo machte bis zu vier Meilen (knapp 6,5 km) die Stunde. Weil die Begeisterung des Verwandten Wellen schlug, ging Thiemes Amigo bald in Massenproduktion. Bis heute steht der Name Amigo für elektromotorische Mobilitätshilfen. Wie für eine weitere Innovation, einen motorisierten Einkaufswagen, der noch immer zu haben ist (http://amigoshopper.com/amigo-motorized-shopping-carts). Bald tauchten neben Scootern mit Elektroantrieb auch brennstoffbetriebene sowie solche auf, die Muskelkraft vorangetrieben, die Fliegen Krafttraining und Mobilität mit einer Klappe schlagen wollten.

Kritiker fordern Abbau gesetzgeberischer Hürden

Trotz des Erfolgs des Amigos entwickelte sich der Elektromobil und E-Rollstuhl Absatz noch bis in die frühen 1970er ein wenig zäh. Weshalb? Ärzte, ob in den Staaten oder in Europa, schrieben weiterhin Rezepte für Standardrollstühle - vielleicht in Unkenntnis dessen, was es bereits gab! Bis dato hatte, wer alt und immobil war, eben zu Hause zu bleiben. Das änderte sich mit dem Americans with Disabilities Act von 1990, der Diskriminierung wegen Behinderung unter Strafe stellte. Immer mehr Bereiche wurden der Nutzung durch E-Rollstühle und Elektromobile zugänglich. Die Zukunft? Expertenschätzungen zufolge wird der Bedarf an Kurzstreckenfahrzeugen weiter zunehmen. US-Kritiker wollen wissen: Würden gesetzgeberische Hürden dies nicht ausbremsen, könnte das Marktwachstum noch größer sein. Vermutlich einer der Gründe, weshalb nicht die Amerikaner, sondern die Briten bei der Nutzung ihrer "Mobility Scooter" an vorderster Front sind - hier ist einiges erlaubt, wozu andernorts die Genehmigung ersehnt wird!

Elektromobile 2018: Technik und Lifestyle in Bestform

Weiterhin bringt jedes Jahr neue Modelle - besser in Komfort, Technologie, Ergonomie und Wirtschaftlichkeit. E-Mobile, die zunehmend leichter, schlanker und beweglicher werden, dazu einfacher zu transportieren und immer reichweitenstärker. Zu vernünftigen Preisen - denn Technik und Materialien sind so verfügbar wie nie. Wunschlos glücklich also? Ein Trend konzentriert sich auf die Designoptik - weg von altbacken oder medizinisch hin zum stigmafreien Trendfahrzeug. "Elektromobile werden zu Lifestyle und Freizeitartikeln", meint David Lin, Präsident von Shoprider Mobility - und sei es, um damit für 50 Dollar Leihgebühr durch Disneyland zu kreuzen.

Trotz Handicap Ziele setzen

Oder Mobilitätsgewinn und Abenteuerlust zu vereinen: Aktuell trainiert der beidbeinig Amputierte Alan Taylor (62) für ein besonders ehrgeiziges Projekt: Der ehemalige Rennfahrer will den West Highland Way fahren, ganze 96 Meilen (knapp 155 km) in sieben Tagen, mit seinem vierrädrigen, kraftvollen Elektromobil (Beispiel: https://www.dailyrecord.co.uk/scotland-now/double-amputee-take-epic-west-11981819). Mit einem Geländefahrzeug, dem belastbaren, klimafesten E Maxi 250 vergleichbar, das Steigungen und Unebenheiten auf extragroßen Rädern mit Profilreifen meistert (Link: https://www.seniorenmobil.org/scooter-elektromobile/elektromobile-vertrieb-deutschland/xxl-scooter-maxi-250). Am 4. Juni ist es soweit: Der Schotte startet von Milngavie bei Glasgow nach Fort William, gesponsert durch die Amputierten-Initiative Finding Your Feet und Terrain Hopper. Bereit, anderen Behinderten zu zeigen: Auch ihr könnt immer noch Sachen schaffen, von denen ihr dachtet, dass sie unerreichbar sind!

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