Elektromobil von der Krankenkasse - selbst aussuchen?

Glückwunsch - Sie haben Ihren Favoriten gefunden! Leider sieht echte Modellwahl anders aus. Denn prinzipiell übernehmen die Kassen nur dann die Kosten, wenn das Elektromobil über eine Hilfsmittelnummer verfügt. Ihr Favorit rollt schneller als 6 km/h? Pech gehabt, denn Hersteller beantragen nur für langsamere Modelle - und selbst das mit Grenzen.

Elektromobil auf Rezept: Gebraucht oder Neu, 6 km/h

Schmückt Ihr Wunschfahrzeug eine Hilfsmittelnummer bzw. zugelassene Kostennummer, könnten Sie in den Genuss eines Krankenkassenzuschusses in Form einer Mietpauschale kommen - je nach Krankenkasse zwischen 1000 und 2500 Euro. Hier kommt Ihr Sanitätshaus ins Spiel, das Sie als Leistungserbringer mit einem neuen oder gebrauchten 6 km/h Elektromobil versorgt. Wenigstens haben Sie hier unter allen Vertragspartnern Ihrer Krankenkasse die freie Auswahl! Und außerdem Anspruch auf Akkus plus Ladegerät, klappbare Armlehnen, ein Fahrzeug mit Beleuchtung und Rückspiegel sowie gefedertes Fahrwerk oder gefederten Sitz. Da haben Sie sich etwas Schnelleres vorgestellt? Verständlich - kräftigere E-Scooter sorgen für ein Plus an Selbstständigkeit und Normalität im Alltag, indem sie Strecken zurücklegen, wo 6 km/h Gefährte bei Fahrkomfort und Reichweite meist passen müssen.

Rumkommen wie mit dem Auto? Kein Grundbedürfnis!

Ja - die Auswahl des richtigen Krankenfahrzeugs ist sowohl medizinisch als auch juristisch schwierig zu beurteilen: Gesetzlicher Anspruch auf Hilfsmittel wie Elektromobile besteht, wenn diese eine Behinderung ausgleichen oder dieser vorbeugen helfen. So haben Sie sogar als Pflegeheimbewohner prinzipiell ein Recht auf Spazierfahrten an frischer Luft. In der Praxis schränken Sozialgerichte und Krankenkassen den Punkt der Wiederherstellung von Gehvermögen allerdings noch immer auf Mobilität im örtlichen Nahbereich ein. Nahbereich? Entfernungen, die ein Gesunder zu Fuß beim Spaziergang zurücklegt sowie Besorgungen und Arzttermine erledigt - mehr nicht. Wie bei einem zu 90 Prozent Schwerbehinderten in Brandenburg/Havel: Das Zurücklegen längerer Wegstrecken sei kein Grundbedürfnis, urteilte die DAK - und lehnte einen Elektroroller (weil Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens) zugunsten eines viermal so teuren Elektrorollstuhls ab. Wollen Gehbehinderte mit Fahrrad- oder Autofahrern mobilitätsmäßig gleichziehen, fällt dies unter Eigenverantwortung (http://www.hilfsmittel-recht.de/rollstuhle-krankenfahrzeuge/).

Einzelfallentscheidung: Recht auf Reichweite

Trotzdem: Die Versorgungsvariante muss stets dem individuellen Handicap entsprechen! Was medizinisch notwendig ist, ist also in gewissem Rahmen verhandelbar - im Bereich Rollstuhl inzwischen durch zahlreiche Urteile unterfüttert. Als Versicherter ein Elektromobil mit bestimmten Eigenschaften zu fordern, kann sich ebenfalls lohnen. Im Rahmen von Einzelfallentscheidungen können Kassen Ausnahmen machen - etwa bei Schwergewichtigkeit oder bestimmten Erkrankungen. Kraftvollere, reichweitenstärkere 15 km/h Elektromobile können mehr. Zum Beispiel auf dem Land, wo Sie größere Distanzen zum Arzt oder zum Einkaufen bei hoher Zuladung zurücklegen müssen. Es ist möglich, sich ein solches - in dem Fall neues, höherwertiges - Fahrzeug gegen wirtschaftliche Aufzahlung im Sanitätshaus auszusuchen und durch den Kostenträger genehmigen zu lassen. Die Beantwortung der Frage, wem das Fahrzeug letztlich gehört - schließlich wird ja ein Teil über die Krankenkasse per Mietpauschale finanziert - bewegt sich jedoch noch in rechtlicher Grauzone.

Wachsende Tendenz: Kulanz im Einzelfall

Aber: Nur Mut! Unsere tägliche Praxis zeigt, dass beim Privatkauf von Elektromobilen vermehrt Entgegenkommen der Kassen zu beobachten ist. Was im Einzelfall möglich ist, hängt nicht selten davon ab, an welchen Sachbearbeiter man gerät. Zudem Krankenkassen Sparzwängen unterliegen - und bei Ersteinschätzung oft flüchtig prüfen. Bedenken Sie, dass Ihr Sachbearbeiter Ihre persönliche Lage nicht kennt. Also sorgen Sie dafür, dass sich dies ändert - und erläutern Sie Ihre konkrete Situation im Direktkontakt (siehe auch: https://www.seniorenmobil.org/ratgeber-tipps/senioren-scooter-und-elektromobil-von-der-krankenkasse-ja-aber...). Fühlen Sie also bei der Kasse vor - vor dem Online-Kauf! Beachten Sie auch die Hilfsmittelrichtlinie: Ein CE-Zeichen kann genügen, liegt aber im Ermessen der Krankenkasse.

Ihre Kasse zeigt sich offen für eine Einzelfallentscheidung? Dann können Sie bei uns ein unverbindliches Angebot anfordern - und Ihrer Krankenkasse zukommen lassen. Der Vorteil - für Sie u n d Ihren Kassenanbieter? Nicht zuletzt der deutliche Online-Preisvorteil, verglichen mit stationärem Fachhandel vor Ort. Sprechen Sie mit uns - HMMso nimmt sich die nötige Zeit für Ihren ganz persönlichen Fall - und Ihr bedarfsgerechtes Wunschfahrzeug!

 

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