Goodyear Elektromobile: iTrike Ego 2 verleiht Flügel

Urbane, umweltfreundliche Mobilität und Freiheit - das ist es, was Reifenhersteller Goodyear mit Ego 1 und 2 verspricht. Dreirädrige Elektromobile, die sich lässig und geräuschlos am Stau vorbeischlängeln und ein Ende lästiger Parkplatzsuche bedeuten. Seit September 2016 sind die farbintensiven Flitzer bei ausgewählten Auto- und Motorrad-Händlern zu haben - und bald auch bei HMMso! Mit einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h ist Elektromobil Ego 2 das erste seiner Art. Was kann es?

 

Alles begann mit dem Ego 1 ...... und einem Kickstarter-Projekt namens Doohan i-Tank, unter dem Goodyear-Namen in Europa vermarktet. Das elektrische Pendant eines Benzinmopeds mit innovativer Technik ist 1340 cm kurz, fährt sich mit bürstenlosem 800 W Motor und 20 Ah Lithium-Ionen-Akkus. 25 km/h schnell, kreist der Ego 1 in einem Radius von 60 km, entschlossen, Steigungen bis 10° zu überwinden. Leer wiegt er nicht die Welt, weshalb Faltbarkeit bei Bedarf seinen unkomplizierten Transport sicherstellt. Nach kurzen 3,5 Stunden am Schnellladegerät durchläuft er wie sein schnellerer 45 km/h Bruder 600 Ladezyklen ohne Murren.

Ego 2: Die Power 1500 W Motor (maximale Leistung 2350 W) 

Offen gesagt: Was die Performance des Ego 2 angeht, ist er genauso wie ein Benzinmoped mit Geschwindigkeitsbegrenzung für den modernen Verkehr eigentlich zu langsam - aber beschleunigt ebenso schnell wie das Benzinpendant. Muss der Ego 2 Hügel erklimmen, fällt sein Tempo schon mal auf 30 km/h ab, aber er schafft es bei dieser Geschwindigkeit den selben Abhang auch hinauf, wenn zwei Personen an Bord sind. Der Antrieb ist immerhin von Bosch!

Inbetriebnahme kinderleicht

Aber eins nach dem anderen. Am Anfang stehen Erstinspektion und Auspacken des iTrike, das eine ausführliche, bebilderte Montage- und Betriebsanleitung, Benutzerhandbuch und Ladegerät im Gepäck hat. Was es leicht macht, den Ego 2 in Betrieb zu nehmen, Lenker und Armaturenbrett selbst zu installieren sowie die Batterie anzuschließen. Der Zündschlüssel geht links ins Schlüsselloch und schließt auch das Sitzfach auf. Denn unterhalb des Sitzes sind Batteriefächer, per Hebel zu öffnen. Rechts geht das Hauptfach, links ein zusätzliches Batteriefach auf - viel Stauraum also.

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Stadtfeiner Komfort

Es wird eng in der Stadt? Unpraktisch, wenn der Wendekreis etwas größer ist. Weshalb dieses (1763 cm lange) Elektromobil einen praktischen Rückwärtsgang hat. Es wird nass und schmutzig? Goodyear hat seine Hinterräder mit Spritzschutzblechen ausgestattet - und platziert Fahrer auf 750 mm komfortable Sitzhöhe. Oder ein wenig holprig? Die komfortable Federung - Stoßdämpfer mit Öl-Dämpfung - gleicht's aus. Nur übertreiben sollten Sie es hier nicht: So sportlich er daherkommt, der Ego 2 ist keine Motocross-Maschine und hasst tiefe Schlaglöcher. Für Fahrten auf schlecht befestigten Straßen und in unwegsamem Gelände sind diese Elektromobile (minimaler Bodenabstand 130 mm) nicht gemacht: Unsachgemäßer Betrieb stört die Kontakte zwischen den elektrischen Bauteilen und kann Karosserie und Federung beschädigen.

Maximal benutzerfreundlich

Natürlich ist der Ego 2 mit Beleuchtung, sprich 5 W Scheinwerfer, Blinker und zwei Rückspiegeln ausgestattet. Raffiniert ist sein Audiosignal: Wo haben Sie Ihren Ego 2 bloß abgestellt? Einfach Ortungsknopf auf der Fernbedienung drücken, schon finden Sie Ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz wieder. Steht der Ego 2 in Reichweite, leuchten seine Blinker zehn Sekunden lang, begleitet durch akustisches Signal. Auch sonst gibt sich dieses E-Mobil fahrer- und benutzerfreundlich: Vorwärts fahren? D-Schalter betätigen. Rückwärtsgang? Unter R, was sonst. Ähnlich klar die Wahloptionen des Gangschalters: Einstellung 1 steht für eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h, Einstellung 2 für ein Maximum von 45 km/h.

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Jetzt wird gestartet!

Also: Lenker mit beiden Händen festhalten, während man mit gespreizten Beinen über dem E-Roller steht. Dann Parkständer in die obere Position richten, Zündschlüssel nach rechts gedreht, Bremsen gelöst, Lenker nach rechts gedreht: Jetzt wird der Gasgriff sanft betätigt und sanft angefahren - das schont Batterie und Motor. Unterwegs empfiehlt es sich, im Sinne maximaler Reichweite so wenig als möglich zu bremsen, also Bremsmanöver vorauszuahnen und flüssig-kontrolliert zu fahren. Ein Goodyear Ego verfügt über vordere (rechter Bremshebel) und hintere Scheibenbremse (linker Bremshebel) - für einen kontrollierten Bremsvorgang am besten beide Bremshebel zugleich ziehen. Vor allem bergab sollten Sie sich überhitzende Stotterbremsungen schenken. Eine verlässliche Ausstattung, die auch bei schlechtem Wetter mitspielt - mit einem Bremsweg auf nasser Fahrbahn von unter vier Metern bei 30 km/h.

Was für ein Armaturenbrett!

Katze von rechts? Ein Schalter betätigt die Hupe. Sie müssen aufblenden oder abblenden? Einfach Schalter nach oben bzw. unten schieben. Fernlichtanzeige sowie Standlicht für vorn und hinten sind auch dabei. Und das Blinken geht - einschließlich optischer Blinkeranzeige - wie im Schlaf: Links blinken, Schalter nach links, rechts blinken ... Sie wissen schon. Wie schnell Sie gerade sind, wie viele Kilometer Sie gemacht haben oder wieviel Saft der Akku noch hat, zeigt Ihnen das Display mit Tachometer, Batteriediagnose, Spannungs- und Stromsparanzeige auf einen Blick. Sinkt die Ladung unter 30 Prozent, leuchtet die Batteriewarnlampe. Das Smartphone lässt sich ebenfalls anschließen, denn im Handschuhfach links sitzt beim Ego 2 die USB-Schnittstelle für Mobiltelefone
oder Navigationssysteme - zum Laden während der Fahrt. Zeit für Wartung oder Reparatur? Dann meldet sich die Fehleranzeige.

Batterie: Aus eins mach zwei

Elektromobil Ego 2 hat eine 26 Ah 60 V Lithium-Ionen-Batterie von Bosch - und Platz für eine zweite, die die Reichweite theoretisch verdoppeln könnte. Vor Inbetriebnahme des iTrike steht ein vollständiger Ladezyklus, an jeder Stromquelle möglich. Warum Lithium-Ionen im Elektromobil? Nun, sie brauchen keine Vorbereitungsphase, sondern sind schon nach der ersten kompletten Ladung ohne Einschränkung einsatzbereit; ihre Selbstentladung ist nur halb so hoch wie im Nickelbereich. Hohe Energiedichte macht sie leichter, kleiner und umweltschonender als traditionelle Lösungen. Bei geringem Wartungsaufwand und kürzerer Ladezeit (um 3,5 Stunden) - und einer maximalen Rückgewinnung von 10 bis 15 Prozent und 600 Zyklen. Neben der entnehmbaren Hauptbatterie verfügt der Ego 2 über eine interne Speicherbatterie, die Anzeigen und Fernbedienung versorgt. Beide sind gemeinsam innerhalb des Fahrzeugs zu laden sind, um die volle Kapazität zu nutzen. Ihr Trike pausiert für mehr als eine Woche? Besser Hauptbatterie abtrennen.

Die Reichweite?

Sein bürstenloser 1500 W Motor (maximale Leistung 2350 W) schwingt sich im Modus 1 zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h (Reichweite 70 km) und im Modus 2 zu 45 km/h Leistung auf, was etwas auf die Reichweite geht (nun 50 km), ebener Untergrund vorausgesetzt. Mit bis zu 12° ist der Ego 2 steigfähiger als sein kleiner Bruder, der Ego 1. Derzeit diskutiert Goodyear ein Upgrade des Ego 2, um ihn dann durch zwei Batterien zu speisen, um höhere Geschwindigkeit um größere Reichweite zu ergänzen. In diesem Fall könnte es Sinn machen, die Federung dieser Elektromobile entsprechend anzupassen.

Richtig warten: Fahrfreude für viele Jahre

Noch Fragen zum neuen Goodyear Ego 2? Das iTrike ist demnächst auch bei uns als Fachhändler zu haben. Gut so, denn kompetente Wartung erhöht hier Lebensdauer und Fahrspaß. Als zukünftiger Fahrer können Sie dafür auch selbst eine Menge tun wie:

- Elektromobil auf ebenem Untergrund abstellen
- auf gute Belüftung achten
- ausreichend Platz zum Manövrieren lassen
- direkte Sonneneinstrahlung oder Regen vermeiden
- Motor sauberhalten
- Batteriefach, Ladegerät und Batterie nie nass reinigen
- Abtrocknen mit weichem Lappen (schont den Lack)
- Ego 2 planmäßig warten lassen

Die erste Wartung ist nach 500 km Fahrt bzw. einem Monat Gebrauch fällig, dann sollten Sie Ihren Ego 2 alle 3000 km oder 6 Monate warten lassen, um den bestmöglichen Zustand Ihres iTrikes und uneingeschränkte Sicherheit zu gewährleisten. Vordere Federgabel, hintere Federung und hintere Säulenkomponenten sind zu ölen, Bremsflüssigkeit regelmäßig nachzufüllen. Sie fahren konstant bergauf- bzw. bergab? Dann könnte sich das Wartungsintervall auch verkürzen. Praktisch, wie Goodyear ist, findet sich im Ego-Benutzerhandbuch eine Tabelle, um die Abstände der Wartung zu vermerken. Eben scheckheftgepflegt, mit Fachhändlerstempel. 

Intensiv leuchtende Flitzer - in Blau, Rot und sattem Gelb!

Der Ego ist alles andere als eine Karikatur eines vermeintlichen Rentnerfahrzeugs oder altbackenen Seniorenmobils. Sondern zieht mit futuristischer Optik die Blicke auf sich. Ja, man hört den Ego 2 nicht kommen. Trotzdem ist dieses Elektromobil von einer Präsenz, der man sich kaum entziehen kann. Wenn Auffallen und strammes Vorankommen Ihr Ziel ist, ist der Ego 2 ein Fahrzeug, das mit Kraft vermeldet: Hoppla, jetzt komm' ich! Aber dabei kein Blender, sondern eine sicherheitsbetonte, wendige Lösung für den Stadtverkehr - privat, aber auch als Business-, (eingeschränkt beladbares) Lieferservice- oder Touristenmobil.

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Fazit: Dieser Ego 2 macht Spaß

Spritzig, schnell und rundum digital, macht Goodyear hier in puncto Innovationsfreude keine Kompromisse. Das Fahrzeug ist ab 16 erlaubt und darf mit Mofaführerschein bzw. Autoführerschein gefahren werden. Aber begrüßt Fahrneulinge ausdrücklich, nicht zuletzt durch die gute Fahrbahnhaftung seiner vorderen Doppelräder und ausgezeichnete Bremskraft - eine echte Beruhigung für eher unsichere Fahrer. Ein Ego 2 spart außerdem Zeit und Geld, dank niedriger Wartungskosten, Verzicht auf Parkgebühren und niedrigen Stromverbrauch auf 100 km. Und: Städtische Abgasbegrenzungen kommen, weshalb Elekromobilität - man mag's schätzen oder nicht - nicht mehr aufzuhalten ist. Der Goodyear Ego 2 als ungewöhnlichstes Elektromoped auf dem Markt wartet darauf, auch Ihnen Flügel zu verleihen ...

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