Mobilitätshilfen: Recht auf Autonomie gezielt wahrnehmen

Mobilitätshilfen helfen auf die Beine, lassen aktiver werden - und unterstützen tagtäglich Menschen mit Behinderung und Senioren dabei, den Alltag besser zu bewältigen. Kassenleistungen, die beim Gehen (unter-)stützen, Treppen überwinden und eine autonome Fortbewegung über Nah- und Wohnbereich hinaus erst möglich machen - Senioren Elektromobile, (Elektro-)Rollstühle, Rollatoren und viele andere gehören dazu!

Rollator: Endlich die Hände frei ...

... und mehr Sicherheit unterwegs: Stützende Rollatoren gibt es - als Standardmodell - auf Rezept. Eine leichte, aber robuste Gehhilfe, die auch Bordsteine & Co. überwindet. Auf drei oder vier Vollgummirädern unterwegs, unterstützt ein Rollator besser als ein Stock, denn er hat immer Bodenkontakt - drinnen wie draußen. Einmal gebremst, steht er sicher - und lädt dazu ein, auf seiner Sitzfläche Platz zu nehmen. Und transportiert Unterschiedlichstes in Korb und Tasche - schleppen vorbei, Hände frei! Faltbare Rollatoren qualifizieren sich außerdem zur Mitnahme im Auto, um sich zu Hause raumsparend dünn zu machen. Welche Gehhilfe, welcher Rollator passt zu Ihnen? Bitten Sie Ihren Hausarzt um seine Empfehlung, testen Sie Mobilitätshilfen im Sanitätshaus. Sie möchten Ihren betagten Angehörigen vom Sinn eines Rollators überzeugen? Es ist die Sache wert, Stürzen rechtzeitig vorzubeugen, statt als alter Mensch eine langwierige Heilung wie beim gefürchteten Oberschenkelhalsbruch durchzustehen! Auch, wenn Ihnen Ihr Vater vorwirft, dass Sie den Teufel an die Wand malen: "Mein Bewegungsapparat läuft doch rund!" Sicher, aber was, wenn der Kreislauf nicht mehr mitmacht und man das Gleichgewicht verliert? Der Gehstock ist immernoch eine Option - und kommt in einer Halterung am Rollator einfach mit.

Senioren Elektromobile: Weiter rumkommen!

Rollatoren vergrößern den Aktionsradius, Senioren Elektromobile dehnen ihn noch weiter aus: Trotz Gehbehinderung den Alltag meistern, einkaufen, transportieren, soziale Kontakte pflegen und Veranstaltungen besuchen? Senioren Elektromobile legen auch weitere (Ausflugs-)Strecken unabhängig zurück. Auch Senioren Elektromobile sind anerkannte Hilfsmittel, 6 km/h (zulassungsfrei) bis 15 km/h schnell (versicherungspflichtig mit Kennzeichen), die Sie ohne Führerschein fahren können. Und das nicht erst ab 18: E-Scooter sind bereits für 15-jährige Teenager mit Handicap eine Option. Diesen Krankenfahrstuhl bzw. Elektrorollstuhl gibt es als Kassenleistung auf ärztliche Verordnung - in einfacher 6 km/h Version. Sonderausführungen und Extras sind selbst draufzulegen. Los geht's: Ein drehbarer Sitz erleichtert den Einstieg. Anders als beim Elektrorollstuhl sind gesunde Arme zum Bedienen und Steuern nötig. Senioren Elektromobile gibt es in vielen Varianten, Designs und Größen, von einfachen Ausführungen ab etwa 1000 Euro bis zu 10.000 Euro und mehr. Überdachte Zweisitzer? Faltbarer Miniscooter von der Größe eines Regenschirms? Oder akku- und reichweitenstarker Touren-Packesel? Fachhändler organisieren die Probefahrt - und kümmern sich auch um die Abrechnungsformalitäten mit der Kasse.

Elektrorollstuhl: Aus eigener (Arm-)Kraft voran

Ein E-Scooter kommt nicht in Frage, weil Sie stärker eingeschränkt sind? Auch per Rollstuhl lässt sich der eigene Radius selbstständig erweitern. Je umfangreicher dieser, desto mehr Teilhabe. Fast zwei Millionen Körperbehinderte und/oder ältere Menschen nutzen den Rollstuhl, nach Bedarf oder fortlaufend. Im Hilfsmittelverzeichnis der Kassen als Krankenfahrstuhl geführt, zahlt die Kasse einen Rollstuhl bei medizinischer Notwendigkeit. Die Wahl des Typs richtet sich nach der Form der Einschränkung: Kann ich meine Arme einsetzen, um voranzukommen? Wo will ich den Rollstuhl nutzen - drinnen, draußen, vielleicht sogar outdoors auf unebenem Boden? Oder braucht es eine spezielle Lösung, etwa um Bad, Dusche und WC besser zu erreichen? Wo die Einschränkung nur vorübergehend ist, müssen Sie meist mit einer geliehenen Standard-Variante vorliebnehmen, die kaum Raum für individuelle Wünsche lässt. Einer für viele eben! Flexibler und nutzergerechter sind Aktivrollstühle. Wo die ausfallen, kommen Menschen, die ansonsten fit sind, aus eigener (Arm-)Kraft voran. Dabei zeigen sich akkubetriebene Elektrorollstühle besonders robust und großzügig in den Abmessungen; ihre Steuerung ist nicht nur manuell, sondern auch mit dem Mund möglich. Arzt und Sanitätshaus beraten zum passenden Elektrorollstuhl-Typ: Was ist speziell für Sie notwendig, welche Möglichkeiten individueller Anpassung an Ihr persönliches Handicap gibt es?

Kraft erhalten: Bewegungstrainer

Weil Bereiche, die nicht gefordert werden, nachlassen, sind sie weitmöglichst zu kräftigen: Um hier mobil und beweglich zu bleiben, eröffnen Mobilitätshilfen wie motorisierte Bewegungstrainer die Möglichkeit, trotz Handicap, bei Bettlägerigkeit und sogar aus dem Rollstuhl heraus Sport zu treiben. Motorisierte Bewegungstrainer leisten sinnvolle Therapieunterstützung - in der Reha (Schlaganfall etc.) sowie bei der Behandlung chronischer Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Parkinson. Besonderer Vorteil: Im Gegensatz zu rein manuellem Betrieb - z. B. bei Ergometern - ist hier keine Kraft aufzuwenden, da auch Restmuskelkraft ein Starten ermöglicht. Trainiert wird - dank selbsterklärender Bedienelemente und Monitor - im Absprache mit dem Therapeuten, aber ohne dass dieser anwesend sein muss. Mobilitätshilfen für zu Hause, die auch Rückmeldung geben und das Training dokumentieren. Auf Wunsch kann auch eigene Kraft den Motor ersetzen- Lässt diese nach, springt er an. Die Ziele: Ausdauer, Kraft und Koordination verbessern - und die Muskeln lockern. Auch Bewegungstrainer sind als Hilfsmittel anerkannt. Wie kommen Sie dran? Nach professioneller Beratung durch den Sanitätsfachhändler wählen Sie das passende Gerät aus, um es einige Wochen zu Hause zu testen. Denn für die Kostenübernahme ist neben dem Rezept ein ausgefülltes Testprotokoll Voraussetzung.

Was gibt es Neues? Rehab 2017

Mobilität, Grundbedürfnis im Alter und bei Handicap, entwickelt sich permanent weiter. Hersteller von Mobilitätshilfen reagieren darauf - nicht zuletzt mit Zusatzausstattungen wie Regenschirm- und Getränkehalter, Notruf und Diebstahlsicherung oder der Möglichkeit, Produkte auf Knopfdruck zusammen zu klappen. Messen wie die 19. Rehab, führende Fachmesse für Süddeutschland, zeigt vom 11. bis 13. Mai in Karlsruhe Mobilitäts- und Alltagshilfen wie neueste Senioren Elektromobile, Rollstühle, Gehhilfen und Rollatoren in barrierefreien Hallen. 2017 sind insgesamt über 400 Aussteller aus 18 Ländern aus den Bereichen Hilfsmittel für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion vertreten - als Plattform für aktuelle Trends, aber auch fruchtbaren Austausch zwischen Herstellern, Therapeuten, Pflegefachkräften sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörigen. Zu sehen zum Beispiel: Forschungsprojekte wie die Glasschair-App, um den Rollstuhl per Kopfbewegung oder Sprachbefehl zu steuern oder treppensteigende Elektrorollstühle. Außerdem wird Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, auf der Rehab 2017 zu Gast sein. Expertenvorträge und Diskussionsrunden - nicht zuletzt zur Kinder- und Jugendrehabilitation - runden die Veranstaltung ab (Link: https://www.rehab-karlsruhe.com/website/presse-service/pressemitteilungen/pressemitteilung_4928.jsp).

Raus aus dem Ohrensessel, Lust auf Technik!

Lebensbejahende Mobilitätshilfen von Elektrorollstuhl bis E-Scooter als moderne Errungenschaften können die Lebenswirklichkeit positiv verändern, wo sich Menschen im letzten Lebensdrittel bewusst dafür entscheiden. Was der Gesetzgeber im Detail unter Mobilitätshilfen zählt, können Sie hier nachlesen (Link: https://www.gesetze-im-internet.de/mobhv/BJNR209710009.html.) Fakt ist: Ob in Alter und/oder mit Handicap - Sie haben ein Recht auf Mobilität - nehmen Sie es wahr. Ein Menschenrecht, das Ihr Recht, dort zu leben, wo Sie möchten, einschließt. Die Voraussetzung dafür: So autonom wie möglich mobil sein, denn je selbstständiger, desto mehr Entscheidungsfreiheit. Aber zugegeben: Was die Hilfen zur Finanzierung dieser Selbstständigkeit angeht, ist noch Luft nach oben!

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