Schnell, klein, kraftvoll: Reisescooter SXT500 EEC im Test

Alassio, ich komme! Sonne, Shopping und Promenade warten schon, denn dieses Jahr geht es an die Riviera! Und zwar mit dem Zug - und einem Reisegefährten, der mich bis in meine Ferienwohnung begleitet. Die Rede ist vom SXT500 EEC: Nach einigen Testfahrten freue ich mich schon, meinen klappbaren E-Scooter nicht nur unter Palmen auszuführen, sondern auch zwischen den Vespa-Raggazzi eine gute Figur zu machen. Schließlich ist der Reisescooter SXT500 EEC EU-weit für den Straßenverkehr zugelassen! Und hat auch sonst eine Menge zu bieten ...

 

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Optik: Kleiner Schwarzer mit Leuchtakzenten

Sportlich-trendy und robust verarbeitet: Man sieht dem kompakten Einsitzer sein Fliegengewicht von gut 30 kg nicht an. Optisch begeistert der kleine Schwarze mit spritzigen Akzenten in Neon-Orange und einem türkis leuchtenden Graffiti-Logo - Sicherheitsfeatures, damit ich nicht übersehen werde! Gleich verliebt habe ich mich in die chromfarben abgesetzte Optik des Sattels, also aufgesessen: Der SXT500 EEC bietet eine Sitzhöhe zwischen 76 und 90 cm vom Boden. Stoßdämpfer bringen mich gut gefedert und bei 13 cm Bodenfreiheit komfortabel übers Pflaster. Ja, 13 cm - traut man dem Kleinen gar nicht zu, aber wahr.

Lithium-Akku: Den hab ich mir verdient

Ein Zündschloss am Lenker aktiviert den SXT500 EEC. Oder auch nicht, denn es tut sich nichts. Ach, ich habe vergessen, den Ständer hochzuklappen. Denn der verfügt bei diesem Elektromobil über einen Sicherheitsschalter, der den Stromfluss unterbricht. Apropos Stromversorgung: Wählen Sie zwischen einem Standard 36V 12Ah Bleiakku (ca. 20 km Reichweite), 36V 20Ah LiFePo4 Lithium Akku (ca. 40 km Reichweite) und einem 36V 30Ah Li-Ion Lithium Akku (Reichweite ca. 60 km wählen). Ich lege Ihnen die - nur halb so schweren - Lithium Akkus an Herz. Das sie zuweilen dreimal so teuer sind, scheint nur so, weil sie mit bis zu 1500 Ladezyklen viel länger durchhalten (ein Bleiakku schafft kaum ein Drittel davon). Etwas, das sich schon bei einer 20 Ah Batterie rechnet. Übrigens ist die Batterie schon nach sechs Stunden wieder aufgeladen, ohne dass ich sie extra ausbauen muss - am E-Scooter sitzt eine Ladebuchse.

In Sicherheit ganz groß

Lust auf eine weitere Testfahrt? Dieser Kleine macht Ernst - und prescht auf vergleichsweise großen Luftreifen mit Straßenprofil selbstbewusst, aber gleichzeitig angenehm laufruhig vor. Wie fühlen Sie sich? Genau! Kein Gefühl, als hätte man sich einfach ein Paar Rollschuhe unter ein Brett geschnallt, im Gegenteil. Verständlich also, dass dieser E-Scooter EU-weit auf die Straße darf und mit einer echten Hupe an der Lenkerstange auf sich aufmerksam macht (statt per Klingel wie der SXT1000 XL, der auf dem Gehweg bleiben muss). Nun, ich will Ihnen nicht verschweigen, dass Sie einen gültigen Mofa- bzw. Auto- oder Motorradführerschein brauchen. Keine Fahrerlaubnis, aber vor 1965 geboren? Auch dann dürfen Sie mit dem versicherungs- und kennzeichenpflichtigen SXT500 EEC durchstarten.

"Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten"

 


Ganz schön spät ist es geworden: Ein Blick in den Rückspiegel zeigt die sinkende Abendsonne - Zeit, von der kräftigen LED-Rundumbeleuchtung mit 10.000 Stunden Lebensdauer Gebrauch zu machen. Jetzt neigt sich die Testfahrt dem Ende - Scheibenbremsen vorn wie hinten stoppen den SXT500 EEC schnell und sicher; der Bremssattel wurde speziell für dieses Modell neu entwickelt, habe ich mir sagen lassen. So, nur noch den Sattel abnehmen, Lenker heruntergeklappt, schon ist dieser Reise- und Freizeitscooter überall platzsparend verstaut - von Wohnmobil bis Segelboot.

 

Viel Power, viel Fahrspaß, kleiner Preis

Allen, die sich noch mehr Power wünschen, sei sein großer Bruder SXT1000 XL EEC empfohlen, der mit 48V genauso leise, abgasfrei und bei um 60 Cent Betriebskosten pro 100 km fast genauso sparsam unterwegs ist. Aber mit 40 km/h und maximaler Leistungsaufnahme von 1440 Watt deutlich schneller, bei Nutzung des Hersteller-Tuning-Kits sogar darüber! Ein sportlicher Kraftsprinter mit gelochten Wave-Scheibenbremsen, der sogar Mopeds frech um die Nase fährt ...

Nun, Jedem der Seine - für mich genügt mein SXT500 EEC mit EU-Betriebserlaubnis (COC). Günstig in der Anschaffung, ist er auch sparsam im Betrieb: 100 km sind schon für etwa 50 Cent zu haben. Mein Fazit: Ein leichtes, handliches Must-Have, das leistungsstark auf allen öffentlichen Straßen und Wegen Europas unterwegs ist!

 

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