Seniorenmobilität Konzepte und Möglichkeiten

Zeit zum Umdenken: Seniorenmobilität mit Verantwortungsbewusstsein und Weitblick realisieren Mitten drin im demografischen Wandel: Die Zahl älterer Verkehrsteilnehmer wächst weiter, genauso wie die durchschnittliche Lebenserwartung und die Seniorenfitness. Kein Wunder, dass Zahl und Radius der zurückgelegten Wege zunehmen - heutige Senioren legen Wert auf Mobilität - nicht nur zu Fuß und per Bus und Bahn, sondern auch mit Auto, (Elektro-)Fahrrad und Seniorenmobil. Sind Gesellschaft und Verkehrsinfrastruktur darauf eingestellt?

Mobilität: Wandel sorgt für neue Prioritäten

Senior ist nicht gleich Senior, so dass Möglichkeiten und Voraussetzungen schon allein wegen der großen Altersspanne sehr unterschiedlich sind. Die Generation 50+ setzt andere Prioritäten als eine Generation über 65 oder hochbetagte Menschen ab 80 - die Anforderungen an die Mobilität wandeln sich mit dem Alter. Vielen Senioren wird schmerzlich bewusst: Geringe oder gar fehlende Mobilität macht es schwierig, Kontakte zu Freunden und Familie zu halten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und selbstständig zu bleiben. Die Gründe, dass sich Mobilitätsoptionen ändern, sind vielfältig - von Krankheit über Lösung aus sozialen Strukturen bis zum Rückzug aus der Arbeitswelt. Aber der Wechsel in den Ruhestand kann auch Chance sein - nämlich die Gelegenheit, eingefahrene Mobilitätsmuster zu überdenken und neue Formen zu entdecken. Vielleicht rückt schnelles Unterwegssein zugunsten von Sicherheit, Komfort und Kontaktgelegenheiten in den Vordergrund? Für viele Senioren gewinnt der Nahbereich des Wohnumfeldes an Bedeutung.

Seniorenmobilit-t-Elektromobile

Umdenken: Sichere Seniorenmobilität bringt Sicherheit für alle

Entsprechend gilt das Engagement des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und seines Arbeitskreises "Mobil bleiben", bekannt unter "Arbeitskreis Seniorenmobilität", guten, sicheren Radwegen und Fußwegen, die nicht zuletzt auch Seniorenmobile nutzen. Weitere Strecken legen auch deren Besitzer mit dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr zurück. Höchste Zeit, diesen nicht nur auszubauen, sondern bundesweit auch die Möglichkeit zu schaffen, Seniorenmobile in Bus und Bahn mitzunehmen - eine Servicefreundlichkeit, die anzustreben ist. Wo öffentliche Räume zunehmend barrierefrei werden, profitieren alle Senioren, auch Fahrer von E-Scootern. Seniorenmobile sind eine Einladung, das Auto stehen zu lassen und - vor allem bei schmaler Rente - Kosten zu sparen. Umfassende Barrierefreiheit macht die Entscheidung für einen Wechsel vom Pkw auf ein Elektromobil leichter, im Verbund mit einem Verkehrssicherheitskonzept wie Vision Zero des VCD, das das Verkehrsklima verbessern und mehr Rücksichtnahme im Verkehr erreichen will. Sicherheit, von dem alle, vom Senior bis zum Kind profitieren. Das Hauptziel: Jeder Bürger ist, unabhängig von seinem Alter, selbstständig, sicher und dabei umweltbewusst unterwegs.

Verkehrssicherheit: Der Mensch als Maßstab

Bei Vision Zero handelt es sich um einen Begriff aus der Arbeitssicherheit, den Schweden in den 1990ern auf den Straßenverkehr übertrug. Ein echter Paradigmenwechsel, denn das Konzept geht von der Grundannahme aus, dass Fehler menschlich sind, weshalb das System Verkehr mit diesen rechnen muss. Insofern ist Verkehrssicherheit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Fahrzeugindustrie, Bauverwaltung und Versicherungen einbezieht. Als Maßstab gilt das, was ein menschlicher Körper aushält, so dass auch schlimme Unfälle nicht mehr tödlich enden. Vision Zero nimmt vier Handlungsfelder in den Blick: Neben den Bereichen Fahrzeug, Mensch und Gesellschaft, Straße und Lebensraum auch gesetzliche Regelungen. In Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz ist dieser Ansatz ein politisches Programm, dessen Erfolg sich schon in niedrigeren Unfallraten zeigt, auch verglichen mit Deutschland. Die Zeit ist reif dafür, denn deutsche Senioren sind mobil wie nie zuvor: Zwischen 2000 und 2010 stieg die Zahl der 60+ Senioren mit Führerschein von 63 auf fast 80 Prozent.

Fahrtauglichkeit: Wie fit sind ältere Autofahrer?

Mobilität per Auto? Keine umweltverträgliche Form der Fortbewegung. Hinzukommt, dass es mit dem Alter schwerer fällt, sich auf komplexe Verkehrssituationen einzustellen. Senioren, die verantwortungsbewusst mit ihrer eigenen Mobilität umgehen, müssen sich den Einschränkungen der eigenen Fahrtauglichkeit stellen. Wobei es sich fragt, ob regelmäßige, verpflichtende Erneuerungen der Führerscheinprüfung nach Altersgrenzen sinnvoll sind, da Statistiken belegen, dass Senioren Unsicherheiten durch vorsichtigere Fahrweise auszugleichen versuchen. Vielmehr könnten sicherheitsrelevante Nachweise wie Teilnahmebescheinigungen von Erste-Hilfe-Kursen oder Sehtests die Basis für eine Erneuerung der Fahrerlaubnis bilden. In diesem Zusammenhang sollten Mediziner Patienten darauf hinweisen, dass Medikamente und eingeschränktes Sehvermögen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. So erreicht auch die Mobilität per Pkw Grenzen: Man fährt nur noch vertraute, kurze Wege zu möglichst verkehrsschwachen Zeiten.

Seniorenmobile & mehr: Sicher und klimaschonend mobil

"Klimaverträglich mobil 60+", ein Verbundprojekt von VCD, Mieterbund und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), unterstützt Senioren dabei, überall klimaschonend mobil zu sein. Und das sicher und komfortabel, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, per Carsharing, zu Fuß oder mit einem (Elektro-)Fahrrad, von Alltag bis Reise. Wer diese Alternativen nutzt oder gleich in ein Seniorenmobil mit kraftvollem Elektromotor investiert, tut etwas für Autonomie u n d Klima. Neugierig? VCD-Regionalkoordinatoren bieten hierzu Beratungssprechstunden und Informationsveranstaltungen an. Auch HMMso steht als Ansprechpartner für Sie bereit - und möchte Sie mit wertvollen Tipps rund um Seniorenmobile unterstützen. Fragen, nicht nur zur marktaktuellen Modellauswahl, sondern auch zur Finanzierung durch die Krankenkasse, zu Gebrauchtfahrzeugen oder dazu, ob Sie einen Führerschein brauchen? Auch HMMso möchte, dass Sie mit Freude unterwegs sind - eben mobil in jedem Alter!

"Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten"

 

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