Zu alt für neue Technik? Im Alter selbstbestimmter leben

Internet, Smartphone oder Senioren Scooter - Technik, die zahlreiche Vorteile bringt. Trotzdem hören Kinder oder Enkel nicht selten die Reaktion: "Das ist nichts mehr für mich!" Ein Satz mit verborgener Bedeutung: Viele Senioren sehen die Vorteile, aber scheuen Mühe und Hürden, sich mit moderner Technik vertraut zu machen. Wie können wir Vater oder Oma überzeugen? fragt sich die Familie. Gar nicht so schwer, wie Studien zeigen - mit dem richtigen Unterstützungsangebot.

In meinem Alter?! Man lernt nie aus ...

Mit Opa bei WhatsApp in der Familiengruppe schnell mal Kontakt aufnehmen, Mutter im Internet auf interessante Artikel von Seniorenbett bis Senioren Scooter aufmerksam machen, die den Alltag erleichtern - wie schön, wie praktisch! Wäre da nicht die Skepsis der Älteren: Sehe ich gut genug dafür? Lohnt sich die Mühe überhaupt, oder überwiegt sie den Nutzen? Probieren geht über studieren: Oft braucht es lediglich jemanden im Familien- oder Bekanntenkreis, der die (Be-)Nutzung richtig erklärt. Die anschließende "Weiterbetreuung" gelingt auch aus der Ferne. Webportale ermöglichen ein Fernkonfigurieren von Geräten oder das Laden ausgewählter Apps auf Omas Handy. Experten sind sich weitgehend einig: Auch ältere Menschen sind noch in der Lage, den Umgang mit moderner Technik zu erlernen - und viele tun es bereits!

Entdecke die Möglichkeiten: Technik im Alltag

Die AG Alter und Technik, Forschungsgruppe Geriatrie, Berlin, erlebte Überraschendes: Nicht zu hohes Alter oder Handycaps stehen dem Technikinteresse entgegen, vielmehr muss der persönliche Nutzen von höhenverstellbarem Seniorenbett bis Smartphone überzeugen. Ergo: Einmal mit Tablet-PC oder Fitness-Armband vertraut, ist man Feuer und Flamme. Das Handy ersetzt Landkarte und Autoatlas, und wo die Beweglichkeit nachlässt, ist man im Internet statt auf Schusters Rappen unterwegs. Neuen Kühlschrank ordern? Steuerformulare online ausfüllen oder gucken, ob am Sonntag Ausflugswetter lockt? Das Netz verspricht Sonne auf einen Klick, also nimmt man direkt Kontakt zur Familie auf - und tauscht schon am Sonntagabend Fotos des gemeinsam verbrachten Tages aus.

Handynutzung: Jeder Vierte tut es

74 Prozent der Deutschen besitzen ein Smartphone, unter den 14- bis 49-jährigen sind es sogar 93, bei den 50- bis 64-jährigen 83 Prozent, so eine repräsentative Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom. Die Hälfte der befragten älteren Smartphone-Nutzer freut sich über erhebliche Alltagserleichterungen durch das Gerät, jeder Vierte kann nicht mehr ohne. (Link: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Smartphones-sind-fuer-viele-Senioren-unverzichtbar.html). Mehr als jeder Fünfte erlebt, dass ihn sein Smartphone anderen näher bringt. Eventuell spielt hier auch eine Rolle, dass die Geräte immer benutzerfreundlicher werden - wie Gadgets mit großem Bildschirm, die Phablets. Aber wozu setzen Senioren ihr Handy am liebsten ein? 76 Prozent häufig bis sehr häufig zum Telefonieren. Auf Platz 2: Fotos und Videos machen (35 Prozent). Immerhin 33 Prozent schätzen besonders die Weckfunktion, SMS bevorzugen 27 Prozent.

Mehr sehen und schaffen: Technik gleicht Beeinträchtigungen aus

Ebenfalls 27 Prozent bedienen sich internetbasierten Funktionen wie Suchmaschinen, immerhin 14 Prozent der Senioren sind firm mit WhatsApp oder iMessage. Sich online informieren, Nachrichten lesen oder sich vorlesen lassen? Ganze 12 Prozent geben an, dies regelmäßig zu tun. Menschen, die schlecht sehen, können hier Spracherkennung nutzen oder Texte per App diktieren. Einmal auf den Geschmack gekommen, erleben viele Senioren: Erfahre ich Alltagserleichterung und echten Nutzen, bin ich auch bereit, am Ball zu bleiben und Neues zu lernen. Wie zum Beispiel den Umgang mit Technik, die gesunde Lebensqualität fördert - und es nicht zuletzt ermöglicht, länger in den eigenen vier Wänden zu leben - wie z. B. elektromotorisch verstellbare Seniorenbetten mit Care Communication System. Oder Apps zur medizinischen Selbstvermessung, die den ein oder anderen Arztbesuch sparen.

Neue Wege: Kontaktstellen helfen dabei

Anlaufstellen wie die Deutsche Seniorenliga (Link: http://www.deutsche-seniorenliga.de/) versuchen, hier Berührungsängste abzubauen und Angehörige dabei zu unterstützen, die Älteren mit der Technik vertraut zu machen: Nein, es braucht kein extra Seniorengerät - die Option, große Schrift zu wählen, genügt oder ein Handy, das mit dem Hörgerät kompatibel ist. Naht die Anschaffung, braucht der Kauf von Handy oder Tablet die nötige Muße: Wie schwer ist das Gerät, liegt es gut in der Hand, ist das Display kontrastreich? Kommt Mutter mit dem Senioren Elektromobil zurecht? Ist der neue Technikhelfer angeschafft, sollten Sohn oder Enkel die Älteren nicht im Regen stehen lassen, sondern weiter helfend bereitstehen. Ein Installationsservice, der die Hauptfunktionen einrichtet, kann zusätzlich sinnvoll sein. Denn: Was nützt komplexe Technik, wenn die Nutzung nicht oder nur teilweise gelingt? Bei Älteren liegt der Fokus auf Service und Unterstützung - von Senioren und Angehörigen. In zahlreichen Kommunen sind Angebote wie Computerclubs, Internetlotsen und Technik-Beratungen im Aufbau, aber auch VHS-Kurse, in denen Gleichaltrige am liebsten unter sich sind.

Politik aktiv: Besser leben durch Technik

Das Info-Portal "Wegweiser Alter und Technik" präsentiert Technologien und Dienstleistungen, die die selbständige Lebensführung unterstützen. In der Natur der Sache liegt, dass Angebote wie diese zu vielen Älteren noch gar nicht vorgedrungen sind - schließlich müssen genau dazu die Medien und Geräte genutzt werden, die einem noch unbekannt sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Forschungszentrum Informatik (FZI), Karlsruher Institut für Technologie, FZI, bauen nun eine nationale Referenzdatenbank für technische Hilfsmittel sowie eine Informationsplattform auf, die es ermöglicht, auf dieses Wissen einfach zuzugreifen. (Link:http://www.fzi.de). Zusätzlich schafft das BMBF Beratungsstellen in 22 Kommunen (https://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BMBF/Besser_leben_im_Alter_durch_Technik_pdf_1863.html) zum Thema technische Hilfen. Ist Ihre Kommune schon dabei? Das Inhaltsverzeichnis verrät es. Noch skeptisch? Vielleicht ist es Zeit, Berührungsängsten adé zu sagen - und ein selbstbestimmteres Leben zu begrüßen.

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